Zweitmeinungssprechstunde

Jedes Jahr erhalten in Deutschland rund 500.000 Menschen die Diagnose Krebs. Mit einem Schlag verändert sich für die Betroffenen und ihre Angehörigen vieles. Nach dem ersten Schock bestehen häufig Unsicherheiten, ob die vorgeschlagene Diagnostik oder Therapie tatsächlich die bestmögliche Behandlungsstrategie darstellt.

Gerade vor weitreichenden medizinischen Entscheidungen wünschen sich viele Patientinnen und Patienten eine unabhängige fachliche Einschätzung. Eine ärztliche Zweitmeinung kann dabei helfen, die Erkrankung besser zu verstehen, verschiedene Therapieoptionen objektiv einzuordnen und eine fundierte Entscheidung zu treffen. Darüber hinaus können aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, moderne Behandlungsmöglichkeiten sowie Informationen zu klinischen Studien zusätzliche Perspektiven eröffnen.

Wir freuen uns sehr, für unsere Zweitmeinungssprechstunde zwei der renommiertesten Experten auf dem Gebiet der urologischen Tumorerkrankungen vom Universitätsklinikum Düsseldorf gewonnen zu haben.

Herr Univ.-Prof. Dr. med. Peter Albers berät Sie zur Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms.

Herr Prof. Dr. Günther Niegisch berät Sie zur Diagnostik und Therapie von Blasen- und Nierenkrebs.

Terminvereinbarung

Die Terminvergabe für die Zweitmeinungssprechstunde erfolgt ausschließlich per E-Mail.

Bitte senden Sie Ihre Terminanfrage an: zweitmeinung@urologie-weisse-villa.de

Bitte fügen Sie Ihrer Anfrage nach Möglichkeit bereits Ihre vorhandenen Vorbefunde bei. Nach Prüfung Ihrer Unterlagen setzen wir uns zeitnah mit Ihnen in Verbindung und vereinbaren einen persönlichen Termin in der Weißen Villa oder – sofern medizinisch sinnvoll – eine Videosprechstunde.

Wichtige Informationen zur Zweitmeinungssprechstunde

Bitte übermitteln Sie uns möglichst alle vorhandenen Unterlagen zu Ihrer Erkrankung. Hierzu gehören insbesondere:

  • CT- und/oder MRT-Bilder (vorzugsweise digital)
  • die zugehörigen radiologischen Befunde
  • Arztberichte und Entlassungsbriefe
  • Angaben zu bisherigen und aktuellen Therapien sowie Ihrer Medikation
  • pathologische bzw. histologische Befunde
  • möglichst aktuelle Laborbefunde

Im Anschluss an die ausführliche Beratung erhalten Sie eine schriftliche ärztliche Empfehlung. Sofern medizinisch sinnvoll, können Ihnen darüber hinaus die spezialisierten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der Urologischen Klinik des Universitätsklinikums Düsseldorf – beispielsweise molekulare Diagnostik, PET-CT-Untersuchungen oder die Teilnahme an klinischen Studien – aufgezeigt werden.

Kosten

Die Zweitmeinung einschließlich eines schriftlichen Gutachtens steht allen Patientinnen und Patienten unabhängig vom Versicherungsstatus offen und kostet pauschal 250,00 €.

Einige gesetzliche und private Krankenversicherungen erstatten die Kosten ganz oder teilweise nach vorheriger Antragstellung. Bitte erkundigen Sie sich hierzu vorab bei Ihrer Krankenkasse.

Übermittlung der Vorbefunde

Bitte senden Sie Ihre vorhandenen Vorbefunde möglichst bereits mit Ihrer Terminanfrage an:

zweitmeinung@urologie-weisse-villa.de

Sollte eine elektronische Übermittlung nicht möglich sein, können die Unterlagen alternativ per Fax an 02103 28598-44 übersandt werden.

Univ.-Professor Dr. med. Peter Albers

Professor Dr. Peter Albers ist seit 2008 Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Düsseldorf und seit Januar 2020 Abteilungsleiter der neu gegründeten Abteilung „Personalisierte Früherkennung des Prostatakarzinoms“ am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Entwicklung neuer risikoangepasster Früherkennungsprogramme für Prostatakrebs und die klinische Forschung bei Hodenkrebs.

Univ.-Prof. Dr. med. Günter Niegisch

Professor Dr. med. Günter Niegisch leitet den Bereich „Konservative urologische Onkologie“ der Urologischen Klinik der Uniklinik Düsseldorf seit April 2019. Als Experte für „Urologische Tumore“ engagiert sich in verschiedenen Fachgremien und Fachgesellschaften, koordiniert die Nationale S3-Leitlinie für das Harnblasenkarzinom und ist Sprecher der Interdisziplinären Arbeitsgruppe BlasenCarcinom (IABC) der Deutschen Krebsgesellschaft.